April 20, 2014

Japanbericht Teil 5: Maid Café- ein Erlebnis

Ich habe mich reingetraut. Nach langem Überlegen, ob ich es wirklich tun sollte habe ich mich tatsächlich in ein Maid Café getraut.
Für die, die es nicht Wissen hier eine grobe Beschreibung eines Maid Cafés: Süße Japanerinnen bedienen dich an einem Tisch, unterhalten dich, spielen Spiele mit dir und servieren dir toll gestaltete Gerichte.  Dabei tragen die Bedienungen süße "Maid"-Uniformen und haben jeder ein eigenes Thema z.B. eine ist ein  Anime/Manga-Fan, die nächste ist eher schüchtern, dann eine Aufgeweckte usw.

Früher dachte ich oft, dass dort doch eigentlich nur Männer reingehen  um sich von hübschen und süßen Mädchen in kurzen Röcken unterhalten zu lassen. Doch so ist es defintiv nicht.
Aber erstmal zurück zum Anfang:

Katzeneis im Maid Café

Am Straßenrand stehen oft Maids um Kunden in den Laden zu locken. In Akihabara liegen die Cafés sehr dicht beieinander, wesegen man oftmals zwei oder drei Maids nebeneinander auf der Straße sieht. Also, spontan zu einer hin und gefragt wo es lang geht. Als sie merkte, dass mein Japanisch nicht gerade toll ist, wechselte sie sofort auf Englisch, welches bei ihr ähnlich klang wie mein Japanisch xD Das ganze machte mir die Sache aber schon sehr sympathisch. Im Café angekommen stehen erstmal zwei Maids um einen rum, die einen Willkommen heißen, nach dem Namen fragen und sich mit dir sehr nett unterhalten. Sie zeigen dir ihr Angebot, weisen auch brav auf Preise hin, singen für dich und machen die unheimlich viele Komplimente! Wenn ihr mal mit eurem Selbstwertgefühl am Boden seit: Geht in ein Maid Café!
Die Vielfalt an Gästen war echt verwunderlich. Klar, da saßen auch eine Gruppe von Männern doch auch Familien oder junge Frauen in Gruppen und liesen sich bespaßen. Besonders die Kinder hatten immens viel Spaß mit den Maids und machten bei jeder Spielerei mit!


Besonders auffallend fand ich das Singen. Für jedes Menü oder jede Aktion hatten sie süße Sprüche oder Gesänge auf Lager  z.B.  wenn man ein Eis bekommt sagen sie : "Yummy Yummy Nyan!"  Selbstverständlich mit passenden Handbewegung die man gezeigt bekommt und anschließend nachmachen muss.



Irgendwie geriet ich an die Otaku-maids die gleich fragten aus welchem Land ich komme und was ich so mache. Es folgte erstmal eine Odysee über das Oktoberfest (was lustigerweise zu diesem Zeitpunkt auch in Akihabara stattfand), Bier und Bratwurst. Noch lsutiger wurde es nachdem mein SailorMoon-Anhänger entdeckt wurde und sie von Cosplay anfingen. Da wurde gleich nach Bildern gefragt: gesagt getan. Die beiden waren total niedlich und haben sich so sehr über mein Chibiusa Kostüm gefreut. Sie wussten gar nicht, dass es so etwas wie Cosplay auch in anderen Ländern gibt. Erfolgreich Aufklärung betrieben :D
Nach einem ultrasüßem Eis durfte ich dann  noch ein Foto mit einer Maid machen und habe mich wieder auf den Weg gemacht - erneut verabschiedet von meinen zwei Begleitungen für den Nachmittag.

Alles in allem war es eine tolle Erfahrung und ich bin froh es einmal mitgemacht zu haben. Dennoch ist ein Maid Cafe für Leute ohne Japanischkentnisse etwas schwierigund dazu einfach übermäßig teuer. Aber eine Erfahrung ist es allemal wert!


Kurze Info: Es ist tatsächlich verboten Fotos in den Cafés zu machen. Aber die Damen sind sehr lieb und sagen einem, wann ein Foto gemacht werden darf bspw. vom Essen. Das Foto mit den Maids zusammen muss jedoch gekauft werden, das machen die Mädls nicht einfach so.

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