Januar 18, 2015

Wedding is Coming Pt. 4 - Die Brautjungfern



Das mit den Brautjungfern ist so eine Sache – sind sie denn wirklich nötig oder ein überalteter Hochzeitsbrauch?
Früher wurden Brautjungfern eingesetzt um die Braut vor bösen Geistern zu beschützen. Heutzutage denken viele, dass Brautjungfern unnötig sind und teils gar nicht mehr gebraucht.
SO EIN UNSINN!
Natürlich braucht man Brautjungfern! Jede Braut braucht Sklaven, die einem die Schuhe schließen, helfen aufs Klo zu gehen oder nach dem Make-Up gucken. Die Anzahl kann dabei nach Belieben selbst bestimmt werden. Da ich bereits zweimal Brautjungfer war, und bald schon wieder sein werde, war von Anfang an klar, dass ich Brautjungfern haben möchte. Bereits nach dem Antrag hatte ich eine grobe Vorstellung im Kopf. Es sollten genau vier Damen an meiner Seite sein. Eine davon bekommt die Aufgabe der Trauzeugin. Die drei anderen sollen hübsch aussehen und mir zur Seite stehen.

Die Auswahl:
Wen nimmt man zur Brautjungfer? Das ist eine schwere Entscheidung. Man sollte jemanden nehmen, dem man vertraut, der zuverlässig ist und der sich nicht in den Vordergrund drängt. Man muss mit dieser Person stundenlang reden können und trotzdem nie genug bekommen.  Leider hatte ich recht schnell 5 Personen zusammen.  Leider eine Person zu viel.  Also ging ich nach Kriterien wie der Zeit, die wir uns kennen bis hin zur Zeit die wir miteinander verbracht haben. Nach sehr langem hin und her habe ich mich dann doch für die 4 Damen entschieden, die unter mir leiden werden.  Dir 5. Person ist mir trotz allem sehr  wichtig. Sie bringt mir nicht weniger Vertrauen entgegen als die anderen.  Doch es musste eine Entscheidung getroffen werden. Trotzdem freue ich mich, dass sie mir jederzeit ihre Hilfe anbietet und auch am wichtigsten Tag meines Lebens da sein wird. Und es ist mir eine große Ehre, dass ich an ihrer Hochzeit eine ihrer Begleiter sein darf


Edit: Es gab aus organisatorischen und privaten Gründen eine Änderung in der Auswahl.

Die Kleider:
Alle Damen tragen die gleichen Kleider? Das ist doch langweilig. Jeder bekommt seine eigene Farbe – so macht das ganze doch erst Spaß! Nein, ehrlich, ich mag es auch ein einheitliches Bild zu bekommen. Doch da brach der Nerd in mir durch – 4 Farben für die 4 Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit. Die Kriegerinnen des inneren Sonnensystems aus der Serie, die, seit ich klein war, mein Leben geprägt hat. Wer welche Farbe trägt war auch sehr schnell klar. Nur wie das ganze organisieren. 
Jedem Mädchen steht ein anderer Schnitt. Jeder präferiert ein anderes Kleid. Also bekamen meine Damen von mir nur Farbe, Länge und Schuhe vorgegeben. Den Rest dürfen sie selbst entscheiden.  Von zwei der Damen habe ich bereits Vorschläge gezeigt bekommen – ich find sie toll <3 Zeit haben sie bis Ende Mai. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!

 

Danke an meine vier Damen – Desi, Laura, Steffi & Christin ♥   Ihr werdet zauberhaft sein!

Januar 15, 2015

Wedding is coming Pt.3 - Die Sache mit der Einladung

Erster Entwurf
Ich bin eine schwierige Braut. Das gebe ich offen zu. Nichts an meiner Hochzeit lief einfach, weil ich unbedingt im Biebricher Schloß heiraten wollte. Mein Sturrkopf macht mir die Dinge nicht einfach. Genauso war es auch mit der Einladung. Von Anfang an war mir klar: Meine Einladung konnte keine 0815-Einladung aus dem Supermarkt sein. Ich wollte was besonderes, individuelles.
Irgendwann kam mir eine tolle Idee. Es folgte der Entwurf. Da wir beide ein Videospiele lieben, sollte ein Bild mit einem Kontroller her. Leider hat das ganze nicht viel feierliches und ich war unzufrieden. Eine liebe Freundin half mir mit den Outlines und der Coloration. Doch es wollte einfach nicht "Klick" machen. Irgendwie störte mich die ganze Zeit etwas an dem Bild. Dazu kam die Sache mit dem Text. Es fiel und fiel uns kein passendes Eröffnungszitat ein. Einen ganzen Abend verbrachten wir damit passende Texte zu dem Einladungsentwurf zu finden - vergeblich.
Meine Nerven waren zu diesem Zeitpunkt schon etwas am Ende. Die Einladungen haben da schon zwei Wochen Grübelei und Arbeit verschluckt. Der Entwurf war zwar schön und gut aber nicht das passende für unsere Hochzeit, auch wenn mir die Idee zu Beginn toll vorkam.
Eines Nachts kam mir dann eine tolle Idee. 2011 hatten wir auf der Abschlussfeier der wundervollen Showgruppe YUME, bei der wir Mitglied waren, ein hübsches Foto gemacht. Damals kam bereits der Kommentar, das dies einem Hochzeitsfoto ähnlich sieht. Warum also nicht das Foto verwenden?
Festplatten durchsucht aber das passende Foto nicht in hoher Auflösung gefunden. Bei Freunden angefragt: Leider ohne Erfolg. Dabei war ich mir so sicher das Foto damals in passender Qualität erhalten zu haben.

Zum Leid meiner Freundin, wollte ich einen neuen Entwurf der Einladung. Also fuhr ich eines Abends zu ihr und wir entwarfen gemeinsam die Einladung komplett neu. Das gesamte Neudesign und nachzeichnen des Fotos hat ca. 3 Stunden gedauert. Zumindest bis es mir und der Zeichnerin gefiel.
Endlich war es vollbracht. Das war nun UNSERE Einladung. Sie passte, hatte eine superschöne Komposition und die Farben passten einfach.
Das Cover stand. Der Text ging bei dieser Einladung recht schnell. Gerade mal 4 Stunden brauchten wir bis sowohl mein Mann als auch ich  mit dem Text vollkommen einverstanden waren.
Am Ende konnte ich es kaum glauben. Text fertig, Cover fertig und sogar der Hochzeitsgeschenketext war vorhanden. Die Einladung konnte in den Druck.
Das Glück war, was den Druck anging, wirklich auf meiner Seite. Mein Nachbar arbeitet in einer Druckerei und hat mir seine Hilfe angeboten. Er organisierte alles bishin zum Probedruck. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich die fertigen Einladungen bei mir und das trotz der Weihnachtsfeiertage dazwischen.

Insgesamt haben wir für Konzeption und Erstellung bishin zur fertigen Einladung ca. 5 Wochen gebraucht. Die Konzeption allein hat mir teils schlaflose Nächte bereitet. Doch als wir aus unserem Weihnachtsurlaub zurückkamen und die fertigen Einladungen in der Hand hatte konnte ich mir ein Tränchen nicht verkneifen. Das war eine wundervolle Einladung. Unsere Einladung. Unser Bild. Unser Text. Perfekt.
Und das Schönste: Wir konnten ein Lieblingszitat dort unterbringen.
"After all this time?" "Always" - J.K. Rowling.

In diesem Sinne ein Riesendank in Valeria für die Zeichnung und Simon für die Hilfe beim Druck.
Ihr wart fantastisch ♥
Wer mehr über die tolle Künstlerin erfahren will, HIER findet ihr ihre Facebook Seite! Besucht sie! Liked sie ♥

Januar 06, 2015

Wedding is Coming Part 2 - Die Locationssuche

Der Trauungsort war im September bereits gefunden. Der Termin für Anfang Juli 2015 festgelegt. Leider fehlte uns aber weiterhin eine Feierlocation. "Eine Kinderspiel, ist ja noch früh."
Ich wurde jedoch schnell eines besseren belehrt.
Beliebte Locations, seien es nun Restaurant oder Hotels, sind innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Samstag ist generell sehr schwierig. Innerhalb eines Tages wurden 20 Anfragen an diverse Gaststätten und Hotels rausgeschickt.
Nach 3 Tagen das Fazit: Von 20 Anfragen kamen 17 Antworten. 15 Absagen, zwei freie Termine und ein bereits reservierter jedoch unsicherer Termin. In den meisten Absagen wurde mir der Krieg um die besten Termine erst bewusst. Bereits ein Jahr im voraus ist es üblich die Restaurant und Feierörtlichkeiten zu buchen. Mit meinem 9 Monaten Vorlauf wurde ich von vielen eher verlacht.
Die besten und leider auch meist gestellte Frage in den Antwortschreiben war: "Könnten Sie ihre Feierlichkeit eventuell auf einen anderen Tag verschieben?"
Natürlich verschiebe ich meine Hochzeit. Liebendgern. Nicht.
Also viel unser Hauptaugenmerk auf die drei Zusagen.
Erste Antwort kam von einem Hotel in Hessens wunderbarer Hauptstadt. Schnell war ein Besichtigungstermin gefunden. Leider musste ich diese Besichtigung alleine durchführen, da mein Verlobter arbeitstechnisch eingeschränkt war.
Das Hotel war wundervoll und der Feiersaal eine riesiger Raum mit Glaswänden. Wunderschön. Aber die Kosten waren unglaublich hoch. Abgesehen davon, dass das Hotel kaum Hochzeitserfahrung hatte waren die Preise des Kostenvoranschlages, welcher erst Wochen später bei uns eintraf, eine große Frechheit. 8 Euro als Leihgebühr für EINE Stuhlhusse. Dazu kam, dass mir bei der Besichtigung zugesichert wurde, dass die Kosten des Raumes sich über die Bewirtung der Gäste abdecken würde. Im Kostenvoranschlag wurden mir jedoch 2500 Euro Miete für den Raum aufgeschlagen. Getränkeflatrates wie z.B. Pauschalpreise für 5-6 Stunden gab es auch nicht. Also war zwar die Lokalität schön jedoch aufgrund mangelnder Erfahrung und horenter Preise fiel sie eher an zweite Stelle.
Hotel Nummer zwei war von der gleichen Kette, jedoch in der Nähe meines Wohnortes. Diesmal sind wir gemeinsam zu dem Besichtigungstermin gefahren. Doch dieser Raum fiel sofort raus. Obwohl das Hotel von außen sehr edel aussieht, gleicht der Raum für Feierlichkeiten einem Kellerräumchen. Ohne Fenster und mit tiefen Decken fühlte man sich eingesperrt und für eine Hochzeit im Sommer ist so ein enger und dunkler Raum gänzlich ungeeignet. Also wurde dieses Hotel recht schnell abgelehnt.
Bei der Örtlichkeit Nr. 3 war die ganze Sache etwas komplizierter. Eigentlich war diese Lokalität bereits für das gewünschte Datum ausgebucht und wurde von mir sowieso nur angeschrieben, da es auf einer Liste für gutes Essen stand. Preislich, da war ich mir sicher, hätten wir uns das nie im Leben leisten können. Das Hotel war bekannt für vorzügliches Essen im wundervollen Rheingau. wie es der Zufall so wollte sagte das Brautpaar, welchen den Termin reserviert hatte, abu und wir bekamen die Möglichkeit das Hotel zumindest zu besichten. Da mein Liebling erneut nicht bei mir sein konnte, erklärte sich mein Papa kurzfristig bereit mich bei dieser Besichtigung zu begleiten. Als er den Namen des Restaurants hörte war er begeistert. Nur ich war weiterhin davon überzeugt: Wir können es uns mit unserem Budget nicht leisten. Das Hotel selbst liegt im wundervollen Eltville am  Rhein und hat einen riesigen Garten mit Pavillion. Das innere ist etwas älter gestaltet, verliert dadurch aber keineswegs an Stil. Das Personal zeigte sich gleich geübt und unsere Betreuerin erklärte mir die Möglichkeiten bei einer Hochzeitsfeier. Ich war hellauf begeistert aber weiterhin der Überzeugung: Das werden wir uns nie leisten können. Gegen Ende der Führung erklärte ich meine Bedenken wegen der Finanzlage und offenbarte unser Budget. Zu meiner verwunderung meinte die Dame, das dieses Budget keinerlei Problem darstellt und sogar ziemlich gut ist. Zum Vergleich: Im Hotel Nr. 1 wurde unser Budget eher beschmunzelt. Sie meinte, dass man damit viel anfangen könnte.

Natürlich ist dies keine Entscheidung, die man alleine treffen sollte. Einige Tage danach setzten mein Herzblatt und ich uns zusammen und besprachen und verglichen die Kosten. Schnell wurde uns klar: Alternative 1 wurde nur aufgrund der Raumgebühr kaum erschwinglich - und dabei wurden andere Kostenpunkte außer Achte gelassen. Dazu ist das Personal ungeübt, unfreundlich und unzuverlässig.
Alternative 2 fiel aufgrund der Räumlichkeit sowieso raus.
Also blieb nur noch Alternative 3. Fünfmal hintereinander rechnete ich es durch, mit den schlimmsten Zahlen und allen möglichen Kosten und kam tatsähclih auf eine erschwingliche Zahl. Wir konnten uns tatsächlich diese wundervolle Örtlichkeit leisten. Wir würden tatsächlich im Kronschlößchen in Eltville feiern ♥



Quelle: http://www.kronenschloesschen.de/