September 23, 2015

Wedding is here - Die Trauung

Hochzeitstag.
Für mich begann er bereits einen Tag frühger, nämlich am 03.07. Mittags verabschiedete ich mich von meinem Mann, da wir beide die Nacht voneinander getrennt schlafen wollten. Ganz wie es sich gehört.


Erstmal ab nach Frankfurt und meine Brautjungfer abholen, welche den weiten Weg aus München auf sich genommen hatte um dabei zu sein. Zusammen machten wir uns auf dem Weg zu meinem Vater, welcher uns für die Nacht vor der Hochzeit Obdach gewährte. Mit war es wichtig in dem Haus meines Vaters zu schlafen bevor ich heirate. In dem Haus bin ich aufgewachsen und ahbe dort 18 Jahre meines Lebens verbracht. Für mich war es wie eine Art Abschied nehmen.
Alles in allem war es ein ruhiger Abend mit lecker Essen und Baymax zum ausklingen. Ich war sehr ruhig, dafür dass ich in weniger als 24 Stunden eine verheiratete Frau sein sollte. An Schlaf war die Nacht leider wenig zu denken. Nicht aus dem Grund, dass ich bald eine Ehefrau war. Das lag eher an den unglaublichen Temperaturen, den fehlenden Ventilatoren bei meinem Vater und dem Geschnarche des selbigen. 


Um 07:00 Uhr klingelte der Wecker. Morgens hatten wir bereits 25 °C  Außentemperatur.  Schnell unter die Dusche, etwas gefrühstückt  und ab ins Auto zu unserer Feierlocation. Dank Early-Check-In und viel Glück bei der Buchung bekamen wir unsere Hochzeitssuite bereits ab 09:00 Uhr zur Verfügung gestellt. Ein wunderschöner, großer Raum mit riesigem Bad, Schlafzimmer und einer Art Wohn- und Arbeitsbereich. Recht schnell trudelte mein Dream-Team ein: Eine mobile Friseurin, meine Trauzeugin, ihr Freund, eine weitere Brautjungfer mit dem gesamten Blumenschmuck, meine Fotografin und mein Papa. Ich wurde geschminkt, gestylt und ins Brautkleid gezwängt. (Bei 30 °C Temperatur eine Trockenhaube aufgesetzt zu bekommen ist nicht lustig!). Um 12:30 Uhr war die Trauung - ab 8 Uhr hatte ich High-Life in der Suite. Alle um mich herum schienen abzudrehen - was ich als sehr amüsant empfand. Tatsächlich war ich immernoch die Ruhe selbst. Das lag wahrscheinlich vorallem daran, dass ich alle Aufgaben an andere abgeben konnte. Ich musste einfach nur dasitzen und mich betüdeln lassen. Ein schönes Gefühl ♥

Pünktlich um 11:30 Uhr konnten wir uns auf den Weg zum Biebricher Schloß machen. Das Brautauto war zeitgleich das wundervolle Auto meiner Trauzeugin, welche dieses für uns bereits gestellt hatte.  Das Kennzeichen war ein richtiger Zufall. Die Zahlenkombination war 47 --> passend zu unserem Hochzeitstrag : dem 04.07.

Die Einfahrt zum Schloß war genauso wie man es sich vorgestellt hat. Alle standen bereit und warteten auf die Braut. Das war zwar nicht beabsichtigt jedoch ein sehr schöner Effekt. In dem Moment, in dem wir in den Hof des Schlosses eingefahren sind, viel meine Ruhe auf einmal ab. Ich fing an zu zittern und zu weinen.  Um die Dramatik für meinen Mann zu erhöhen war das Fensterglas des Wagens hinten auch noch verdunkelt. Ich wollte nur noch raus. Raus aus dem Auto, in die Arme von meinem Mann. Das war alleine mit dem Kleid jedoch etwas schwierig. Blitzschnell sind meine 3 Begleiterinnen aus dem Auto gestürzt um mir beim Aussteigen zu helfen. Als ich meinen Mann gesehen habe war alles vorbei. Ich bin nur noch in seine Arme und wollte gehalten werden.

Es war, für mich, der schönste Moment der gesamten Hochzeit.


Der Rest der Trauung verlief einfach glatt ♥ Getraut wurden wir im in der Rotunde des Biebricher Schloßes - ein kreisförmiger Raum in der Mitte des Schlosses mit Glas außenrum und wundervoller Wandbemalung. An das Geblubber der Standesbeamtin konnte ich mich kaum erinnern, denn ich hielt meinen Mann einfach ganz fest. Er war in dem Moment mein Halt und ich war so glücklich an seiner Seite zu sein. 

 Die Ringe wurden ausgetauscht, das Ja-Wort gesprochen und dann ab raus in die Hitze. 42°C zeigte das Thermometer zum Zeitpunkt der Trauung. Heiß, heißer, 04.07.2015. 
In weiser Voraussicht hatten mein Mann und ich einige Tage vorher in der Metro Wasserflaschen und Müsli-Riegel eingekauft, welche von unseren Gästen dankend angenommen wurden. 
Der Super-Hit kam jedoch kurze Zeit drauf: Da dackelte mein Bruderherz auf einmal mit einem Planschbecken an. Ein Planschbecken! 

Der Wahnsinn. Ich musste so lachen. Leider fehlte uns noch  das nötige Wasser, aber allein die Geste fanden wir toll. Während unsere Gäste von der Hitze geplagt Schatten suchten machten wir ein paar Bilder im Schloßpark. Der Park ist wunderschön und lädt mit seinen vielen kleinen Details wirklich zum spazieren ein. Leider waren einige andere Brautpaare ebenfalls vor Ort weswegen wir nur kurz für Fotos innehielten. Die Gäste entließen wir rasch wieder, damit die Mittagssonne sie nicht zu sehr quälte. Hierfür hatten wir in der Tagesplanung extra zwei Stunden Freiraum gelassen. Die beste Entscheidung, die wir je machen konnten! Die Gäste zogen sich dankbar in die Hotels zurück, um sich noch einmal zu erfrischen oder verschwanden noch einmal in die innenstadt um Ersatzkleidung zu besorgen.  Während dieser Zeit konnten die Trauzeugen, Brautjungfern, mein Mann und ich in Ruhe in Richtung Rosengarten in Eltville fahren, wo wir noch ein paar Fotos aufnehmen wollten ♥



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